(Nur) Gemeinsam sind wir stark!

Teamgeist, Hilfsbereitschaft und Fair-Play werden an der Hasselbachschule groß geschrieben. Damit sich alle Kinder und Lehrer der Hasselbachschule wohlfühlen und nett und freundlich miteinander umgehen, hat es sich die Schule zur Aufgabe gemacht, die Kinder an ein verantwortungsbewusstes, soziales Verhalten heranzuführen. In den einzelnen Klassenstufen wurden dafür themenbezogenen Projekte ins Leben gerufen, an denen die Kinder mit viel Engagement und Freude teilnehmen. Diese Projekte sind:

 

Patenschaften für unsere Erstklässler

Jetzt sind wir die Großen! - Unter diesem Motto übernehmen die Kinder der zweiten Schuljahre die Patenschaft für ein neues I-Männchen. Gerade selbst aus der ersten Klasse entwachsen, sind sie noch nah bei den Wünschen, Empfindungen oder gar Ängsten der Erstklässler. 

Kurz nach den Ferien werden die Patenkinder den Paten zugeordnet. Der ein oder andere kennt vielleicht Erstklässler aus dem Kindergarten oder der Nachbarschaft. Manchmal sind es auch die Geschwisterkinder, die dann zum Paten werden. Aufgeregt über die neue Aufgabe, werden die Eigenschaften eines Paten mit den Klassenlehrern besprochen. Hier einige original Kinderäußerungen zu dem Thema: Wie muss ein Pate sein? Was sollte ein Pate tun?

- nett und freundlich sein!

- er muss helfen, wenn das Patenkind nicht weiter weiß.

- ihm das Klo zeigen.

- man soll mit seinem Paten spielen.

- den Kindern das Gebäude und die Schule zeigen.

- trösten, wenn das Patenkind sich verletzt hat oder traurig ist.

- bei einem Streit schlichten.

Voller Eifer und mit großem Stolz gehen die Kinder an ihre besondere Aufgabe heran. Im Unterricht wird meist ein kleines Geschenk für die Patenkinder gebastelt, mit dem die neuen Erstklässler an der Hasselbachschule willkommen geheißen werden. Bei einem ofiziellen Besuch der Patenklasse wird das Geschenk dann überreicht. Es werden Fotos für das Erinnerungsbuch gemacht und hinterher gemeinsam auf dem schönen Spielplatz "Ticka-Land" gespielt. Und so kann man dann schon wenige Tage später Paten und Patenkinder auf dem Schulhof zusammen herum flitzen sehen. Die Zweitklässler mit Stolz in den Augen, helfen zu können und gebraucht zu werden, die Erstklässler mit Erleichterung, dass sie ein großes Kind an der Seite haben, das ihnen erklären  und helfen kann, wenn Fragen bestehen.

Ausleihdienst fürs Spielzeughäuschen

Seit einigen Jahren gibt es bei uns an der Hasselbachschule das rote Spielzeughäuschen. Hier können sich die Kinder unserer Schule in den großen Pausen Spielzeuge ausleihen. Es gibt rasante Flitzer, Bälle, Seile, Kreide, Stelzen und noch vieles mehr. Doch das Tollste ist, dass die Ausleihe ganz selbstständig  von Kindern des 3. Schuljahres organisiert wird. Im Laufe des 3. Schuljahres ist jede Klasse mal an der Reihe, so dass jedes Kind der Hasselbachschule mal Ausleihdienst hat. In Gruppen von 4 bis 5 Kindern stehen die Kinder dann hinter dem Tresen des Häuschens und leihen Spielzeuge aus und sortieren sie wieder ein. Um das Chaos überblicken zu können, besitzt jedes Kind eine Ausleihkarte, die es den Ausleihkindern abgibt. Die Kinder hängen dann das Kärtchen an einen Haken, so dass bei der Rückgabe alles reibungsvoll funktioniert. Ganz wichtig ist aber auch, dass zwischendurch mal aufgeräumt und gefegt wird, auch das klappt super!

Nach einigen Wochen Erfahrung mit dem Ausleihdienst haben die Kinder sich Regeln für die Ausleihkinder (siehe Link: Schulhof und Pausen/Rund ums Spielehäuschen, dort könnt ihr die Regeln für die Ausleihe und die Ausleihkinder nachlesen) überlegt, besonders wichtig fanden es alle, dass die Ausleihkinder immer freundlich bleiben, was manchmal gar nicht so einfach ist. Aber alle geben ihr Bestes und haben an der Arbeit viel Spaß. Stolz macht so ein verantwortungsvoller Job natürlich auch.

 

Streitschlichter

„Wir streiten fair!“  -   Die Kinder der Hasselbachschule lernen Handlungsalternativen zur Konfliktbewältigung kennen und werden zu StreitschlichternInnen ausgebildet.

Unter dem Motto „Wir streiten fair!“ werden jedes Jahr die Kinder Ende der dritten Klasse zu StreitschlichternInnen ausgebildet. Die Kinder können sich freiwillig für den „Friedensdienst“ als StreitschlichterInnen melden, wenn sie im  vierten Schuljahr sind. Sie werden im Rahmen des Religionsunterrichts in das Streitschlichterprogramm eingeführt und ausführlich darauf vorbereitet. Dazu gehören die drei Themenschwerpunkte:

1. Konflikte und ihre Lösungen.

2. Kommunikation (gutes Zuhören, Ich – Botschaften, Gefühle).

3. Streitschlichtung (Sinn und Zweck, Ablauf, Regeln).

Streitschlichtung ist ein Verfahren der Konfliktlösung und verfolgt das Ziel eines friedlichen Miteinanders. Im Kern geht es dabei um die Vermittlung in Streitfällen durch Dritte. Die vermittelnden StreitschlichterInnen helfen den Streitenden, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Aufgabe der StreitschlichterInnen ist es nicht ein Urteil zu fällen. Die Konfliktparteien selbst sind dazu aufgefordert, eine Problemlösung zu finden. Dabei helfen die StreitschlichterInnen durch ihr Vorwissen im Umgang mit Konflikten und dem Streitschlichtungsverfahren selbst. Die Kinder erkennen die StreitschlichterInnen in den großen Pause an ihren gelben Schärpen. Werden sie von Kindern um Hilfe gebeten, führen sie mit ihnen die Schlichtung auf der „Friedensbrücke“ durch. Wir Lehrer begleiten sie natürlich dabei.

 

Streitschlichtung
Die Streitschlichterbrücke
Aufeinander zugehen